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Pyroschein, Fachkundenachweis

fallschirm

Fachkundenachweis (FKN)

Berechtigt zum Erwerb, Besitz von pyrotechnischer Seenotsignalmunition und gilt auch als Sachkundenachweis für die Signalpistole (SKN).

Ist für pyrotechnische Seenotsignale auf Charteryachten schon ab 2014 nicht mehr nötig, ab 2015 sollen Signalraketen EU weit unter die Klasse P1 fallen (wie Handfackeln, ab 18 frei verkäuflich).

Hier der ausführliche Bericht auf der Seite der Yacht!!

 

 

Der "Pyroschein" wird überflüssig!

28.03.2014 Andreas Fritsch, Fotos: K.Andrews/YACHT - Sensationelle Wendung in Sachen Seenot-Signalmittel: Der Bund senkt die Hürden für Charterkunden, die EU schafft 2015 die Scheinpflicht ab....

 
 
 
 
Archiv:
 

Gelesen in der YACHT Online Nr 12 von 2012

Gesetzlich vorgeschrieben war es eigentlich schon lange: Wer mit einer Charteryacht auf Törn geht, muss die erlernte Handhabung von Seenotsignalmitteln durch einen entsprechenden Schein nachweisen. Früher wurde dieser umgangssprachlich "Pyroschein" genannte Bestandteil oft bei der BR-Prüfung mit erledigt und durch einen Eintrag im Segelschein vermerkt. Durch Änderungen im Waffen- und Sprengstoffrecht der letzten Jahre gibt es heute zwei Scheine, die den Umgang mit Signalmitteln auf Charterbooten abdecken können: den Fachkundenachweis sowie den Sachkundenachweis. Ersterer umfasst Signalraketen, Fackeln etc., Letztgenannter auch den Gebrauch der Signalpistole.

In den letzten Jahrzehnten gab es Charterfirmen, die ihre Kunden ohne den erbrachten Nachweis dieser Scheine auf Törn gehen ließen, obwohl die Signalmittel an Bord waren, da er faktisch nicht kontrolliert wurde. In letzter Zeit gibt es aber vermehrt Fälle, in denen Crews von der Waschpo bei allgemeinen Kontrollen auch nach diesem Schein gefragt werden. Ist er nicht vorhanden, können Bußgelder verhängt werden. Für 2012 rechnen die Vercharterer mit vermehrten Kontrollen. Wichtig zu wissen: Es reicht, wenn irgendein Crewmitglied entweder den alten Passus im Segelschein hat oder aber die neueren Nachweise besitzt, es muss nicht zwingend der Skipper sein! ......

........ kann der Fachkundenachweis, der ohne den Themenbereich Signalpistole auskommt, natürlich auch über Segelschulen und Prüfung von einem DSV-Prüfer erworben werden.

alt


Laut Gesetz wird für den Erwerb und Transport pyrotechnischer Seenotsignale den Nachweis einer sachlichen und fachlichen Qualifikation. Natürlich ist es auch sehr empfehlenswert als Skipper mit dem Umgang von Seenotsignalmitteln, pyrotechnischer Munition und der Signalpistole vertraut zu sein.

Handfackeln und einige andere Signalmittel können ohne besondere Einschränkungen erworben und benutzt werden, jedoch muß für den Erwerb und den Transport von pyrotechnischer Seenotsignalen oder einer Seenotsignalpistole (samt der dazugehörigen Munition) einen umfassenden Sach- und Fachkundenachweis auf der Grundlage des Waffen- und des Sprengstoffgesetzes abgelegt werden.Wir beschränken uns hier auf den Fachkundenachweis, der ausdrücklich die Signalpistole nicht einschliesst. Im Yachtsport kurz als Pyroschein genannt.

Die Ausbildung umfasst Seenotfälle, Notsignale, Pyrotechnische Notsignale (Erwerb, Besitz und Gebrauch nach dem Waffen- und Sprengstoffgesetz,), Waffenbesitzkarte und Munitionserwebsberechtigung, waffenrechtliche Aspekte, waffen- und munitionstechnischen Begriffe, Notwehr und Notstand, Aufbewahren von Schusswaffen und Munition, Pflichten für den Waffen- und Munitionsbesitz, Kennzeichnung von Schusswaffen und Munition, Ballistik und die Handhabung der Seenotsignalwaffen sowie den Umgang und die Klassifizierung von Seenotsignalmitteln. Praktische Handhabung der Seenotsignalwaffen, ihrer Munition und aller Seenotsignalmittel.

Die Prüfung:

Die Prüfung umfasst den Umgang mit Seenotsignalmitteln und die zu beachtenden Rechtsvorschriften des Sprengstoffrechts. Zulassungsvoraussetzungen sind die Vollendung des 16. Lebensjahres und der Besitz eines amtlichen Sportbootführerscheins oder eines sonstigen Befähigungsnachweises zum Führen von Wassersportfahrzeugen. Die Prüfungen nehmen die Prüfungsausschüsse für amtliche Sportbootführerscheine des DSV und des DMYV ab. Im theoretischen Teil ist ein Fragebogen mit 15 Fragen aus der aus 60 Fragen bestehenden Sammlung zu beantworten. Im praktischen Teil ist die sichere Handhabung von Seenotsignalmitteln im Gebrauch nachzuweisen (Fallschirm-Signalrakete (rot), Rauchfackel (orange) bzw. Handfackel (rot), Rauchsignal (orange/Dose) und Umgang mit nicht gezündeten Signalmitteln/Versagern). Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erteilt die Zulassung ünd Prüfung.

alt

 

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